Änderungen managen

Wie werden Projektänderungen gemanagt?

Das Änderungsmanagement im Projekt befasst sich mit Abweichungen von der bisherigen Beschreibung des Projektprodukts innerhalb der Projektabwicklung, aber auch mit Abweichungen bezüglich Zeit und Kosten. Ein Änderungsbedarf (Verbesserung, Ergänzung, Fehlerbehebung, Verzicht) kann in jeder Phase eines Projekts entstehen. Wichtig ist, dass er offiziell aufgenommen und umgesetzt wird. Änderungen gewährleisten bis zu einem gewissen Grad die sinnvolle und erforderliche Flexibilität, können jedoch die Aufgabenstellung und damit den Projekterfolg massgeblich beeinflussen.

Ziel des Änderungsmanagements ist es, zu gewährleisten,

  • dass neue und geänderte Anforderungen im Projektverlauf in das Projekt einfliessen können,
  • dass die Auswirkungen der Änderung erkannt sind und in die Planung aufgenommen werden
  • dass die Lösung und der Projektauftrag dadurch nicht gefährdet bzw. die Änderungen vom Auftraggeber bewilligt werden.

Auf Ebene der Projektabwicklung sind zwei Klassen von Scopeänderungen zu berücksichtigen:

  • Änderungen, denen zufolge geprüfte und abgenommene Ergebnisse verändert werden müssen. Der daraus entstehende Mehraufwand liegt jedoch immer noch innerhalb des Plans.
  • Änderungen, denen zufolge geprüfte und abgenommene Ergebnisse verändert werden müssen und die den Projektscope finanziell, terminlich oder funktionell verändern. Dies hat zur Folge, dass der Änderungsantrag ausschliesslich vom Auftraggeber freigegeben werden kann.

Neben diesen zwei Arten von Änderungen gibt es auch noch die Änderung des gewählten und verabschiedeten Lösungswegs. Eine solche Änderung muss, wie die ersten zwei, auch via Änderungsmanagement vom Projektleiter aufgenommen und durchgeführt werden.