Dokumentenstudium

Kurzbeschreibung

Das Dokumentenstudium ist eine indirekte Erhebungstechnik, die man benutzt, um sich in eine Materie einzuarbeiten. Der Betroffene ist hier nicht dabei. Er wird allenfalls bei Unklarheiten zugezogen. Der gute Tipp: Kritisieren Sie keine Dokumentation öffentlich, denn meistens hat einer der späteren Interviewpartner sie geschrieben.

Ablauf  
1.  Wann wurde das Dokument erstellt
2.  Was wollte man mit dem Dokument erreichen
3.  Welcher Anlass lag der Erstellung zugrunde
4.  Wer ist der Ersteller
5.  Wer ist der Empfänger
6.  Wie verbindlich sind normative Dokumente

 

Anwendungsbereich

Das Dokumentenstudium wird selten alleine erstellt. Vielmehr gilt diese Technik als Startbasis für manch andere Technik, so kann z.B. aufgrund des Dokumentenstudiums ein guter Fragebogen zusammengestellt werden usw.

Im Wesentlichen werden vorhandene Unterlagen ausgewertet:

  • Organisations- und Aufgabenpläne
  • Stellen- und Arbeitsplatzbeschreibungen
  • Arbeitsablaufdiagramme
  • Ausgefüllte Vordrucke
  • Statistiken, Berichte
  • Kennzahlen
  • Revisionsberichte

Stärken

  • Wenige Störungen des Betriebsablaufes
  • Gute Erfassung von Mengengerüsten
  • Objektive Aussagen
  • Kostengünstig

Schwächen

  • Datenfluss und Prozessablauf schwer erfassbar
  • Gültigkeit für die Zukunft unsicher
  • Kein Abbau negativer Einstellungen der Belegschaft möglich
  • Qualifiziertes Untersuchungsteam erforderlich