Mengenanalyse A/B/C

Kurzbeschreibung

Die ABC-Analyse dient dazu, Aufgaben oder sonstige Sachverhalte nach ihrer Menge, dem Zeitverbrauch oder anderen Merkmalen zu ordnen, um daraus Prioritäten für deren Behandlung zu ermitteln. Die ABC-Analyse basiert auf der sog. Lorenzkurve. Sie sagt in diesem Zusammenhang aus, dass beispielsweise 60% einer Lösung mit 17% Aufwand und 90% mit 53% Aufwand erstellt werden können.

Die einzelnen Komponenten einer Lösung werden nach ihrer Wichtigkeit geordnet. Bei jeder Komponente wird der prozentuale Anteil an der Lösung und der Prozentsatz am geleisteten Aufwand kumuliert und als (Lorenz-)Kurve aufgezeichnet. Bei völliger Gleichverteilung müssten die kumulierten Werte auf Abzisse und Ordinate gleich sein, die Lorenzkurve wäre identisch mit der Diagonale. Je stärker die Konzentration ist, umso mehr weicht die Kurve von der Diagonale ab.

Ablauf  
1.  Schritt

  • Merkmale festlegen
  • Die zu untersuchenden Objekte festlegen
2.  Schritt

  • Die Untersuchungsobjekte in absteigender Reihenfolge ordnen
  • Die Verbrauchseinheiten der Untersuchungsobjekte kumulativ aufrechnen
3.  Schritt

  • Untersuchungsobjekte gegenüberstellen
  • Die Objekte gleichzeitig in die drei Klassen aufteilen und
  • Die graphische Aufbereitung vornehmen

 

Anwendungsbereich

Der Anwendungsbereich der ABC-Analyse liegt bei Problemlösungen bei Machbarkeitsabklärungen und Analysen der Ist-Situation. Die ABC-Analyse kann grundsätzlich bei jeder Entscheidungsfindung eingesetzt werden. Beispiele dafür sind:

  • Bei der Analyse und Bewertung von verwendetem Material
  • Im Einkauf zur Analyse der Lieferanten, Termintreue und des Qualitätsniveaus
  • In der Fertigung zur Untersuchung der Reparaturhäufigkeit von Maschinen, Werkzeugen, Teilen und Gruppen

Anschliessend Ausarbeitung von Wartungsplänen (gruppenbezogen) in der Kostenrechnung zur Analyse

  • der Fertigungslohnstunden je Erzeugnis (Abstufen nach Lohnintensität)
  • des Fertigungsmaterialanteils je Erzeugnisart (Abstufung nach Materialintensität)
  • des Gemeinkostenmaterials (Abstufung nach Gemeinkostenintensität)

Stärken

  • Möglichkeiten der Vereinfachung der Analyse einer Situation und Lösungsfindung
  • Erleichtert Konzentration auf das Wesentliche
  • Gutes Instrument, um Entscheidungskonsenz in einer Gruppe zu bilden

Schwächen

  • Mögliche voreilige Schlüsse aus Vergangenheitszahlen
  • Potentielle Vernachlässigung von Vernetzungen und Nebeneffekten