Präferenzmatrix

Kurzbeschreibung

Die Präferenzmatrix ist eine Zielgewichtungstechnik, in der jedes Ziel mit jedem anderen verglichen wird. Es werden die Ziele ermittelt, die im jeweiligen Paarvergleich bevorzugt (präferiert) werden. Je öfter ein Ziel im direkten Vergleich „gewinnt“, desto wichtiger ist es relativ zu den anderen Zielen. Die Bewertung mittels Präferenzmatrix ist den Bewertungsverfahren Punktverfahren, Bedeutungsprofil und Rangreihenverfahren sehr ähnlich. Dieses Bewertungs- resp. Analyseverfahren unterscheidet sich lediglich in der Art der Gewichtung und wird deshalb auch in ähnlicher Art und Weise eingesetzt.

Ablauf
A Vorbereitung

Zeichnen einer Matrix und Eintragen der Kriterien. Durchnummerieren der Kriterien.

B Durchführung

Vergleich jedes Kriteriums mit jedem anderen. Jeder Einzelne muss sich für oder gegen eines der jeweils miteinander verglichenen Kriterien entscheiden. Bei Gruppen werden die Einzelmeinungen addiert und die Mehrheit entscheidet.

Die Nummer des jeweils höher bewerteten Kriteriums wird in den betreffenden Kreuzungspunkt der Matrix eingetragen.

C Nachbearbeitung

Das Auszählen der Anzahl Nennungen der einzelnen Kriteriennummern am Ende der Abfrage in der Matrix ergibt die Rangfolge der Kriterien aufgrund der Häufigkeit: Die höchste Zahl = Rang 1 usw.

Die Abstände der erreichten Gewichte können noch vergrössert bzw. verkleinert werden.

Anwendungsbereich

Eine Präferenzmatrix ist geeignet, um den Rang der einzelnen Alternativen festzulegen. Das heisst, dass z.B. bei einer Evaluation mit dieser Methode relativ einfach die definierten Auswahlkriterien gewichtet werden können.

Stärken

  • Weitergehende Auseinandersetzung mit den Zielgewichten
  • Schnelle Bewertung der Kriterien und Nachvollziehbarkeit
  • Einzelvergleiche der Ziele erschweren den Überblick und behindern frühzeitige Weichenstellungen
  • Beteiligte können schnell für gewisse Kriterien überzeugt werden

Schwächen

  • Aufwendiger als die stufenweise Vergabe (hierarchische TOP-DOWN-Zielverteilung)
  • Verfahren ist gegenüber Dritten erklärungsbedürftig
  • Bei vielen Kriterien (Zielen) wird diese Methode schnell unübersichtlich 
  • Es gibt nur eine grobe Gewichtung der Kriterien