Schwachstellenanalyse

Kurzbeschreibung

Grundidee dieser auch als „Fischgrätendiagramm“ oder nach ihrem japanischen Begründer als sogenanntes Ishikawa-Diagramm bezeichneten Darstellungsform ist die eindimensionale Systematisierung von Fehlern nach Fehlerkategorien und die Darstellung eines zugrundeliegenden kausalen Zusammenhanges. An den Enden der einzelnen „Fischgräten“ stehen dabei die Fehlerkategorien; entlang der Linien finden sich die einzelnen konkreten Fehlerursachen. Am Ende des Diagrammes („Kopf des Fisches“) befindet sich die durch die einzelnen Fehler bewirkte Folge.

Nach der Beschaffung und der Auswertung von Systeminformationen gilt es die Schwachstellen betreffend Leistungsfähigkeit und Flexibilität, Informationsqualität, Wirtschaftlichkeit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter und deren Ursachen zu ermitteln und aufzuzeigen. Wichtig bei der Schwachstellenanalyse sind vor allem die kritischen Fragen, welche das Aufdecken von Problemen und Schwachstellen erst ermöglichen. Daraus können dann Vorschläge für Verbesserungen abgeleitet werden. Das heisst, ein wesentlicher Erfolgsfaktor dieser Technik ist das Hinterfragen der Situation. Für dieses Hinterfragen steht der „Fischgrat“ zur Verfügung.

Die Durchführung einer solchen Analyse setzt in der Regel eine Zahl von Schritten voraus:

  1. Teambildung einer Gruppe von Leuten, welche die technischen Zusammenhänge kennen
  2. Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes, was wichtig ist, weil diese Methode nur jeweils eine Ursache-Wirkung-Beziehung erfasst, also unter Umständen mehrere Ishikawa-Diagramme entstehen
  3. Tatsachensammlung und Datenerfassung
  4. Kategorisierung der in der Tatsachensammlung gefundenen Ursachen zunächst auf die jeweiligen Wirkungen (also Einordnung in das anwendbare Diagramm) und dann auf die jeweilige „Gräte“ des Fisches
  5. Eventuelle Überlegung, wie gross der Einfluss der einzelnen Ursachen auf die Wirkung ist. Die Korrelationsrechnung kann hier zum Einsatz kommen; die wichtigsten (gravierendsten) Ursachen können so identifiziert und ausgeschaltet werden

Stärken

Ordnet man die Einzelfehler nach Häufigkeiten, so kann das Diagramm in eine Pareto-Analyse überführt werden.