Rentabilität

Kurzbeschreibung

Unter Rentabilität (synonym Rendite) versteht die Wirtschaft eine entsprechende Verzinsung eines eingesetzten Kapitals. Darüber hinaus ist die Rentabilität eine wichtige Kennzahl für ein Unternehmen, die darüber eine Aussage macht, wie hoch der Gewinn im Vergleich zum eingesetzten Kapital ist.

 

Kennzahlen: In Abhängigkeit von der Bezugsgrösse kann man verschiedene Arten der Rentabilität unterscheiden:

 

Umsatzrentabilität = 

Gewinn / Umsatz1 x 100%

 

Fremdkapitalrentabilität =

Fremdkapitalzinsen / Gesamtkapital2 x 100%

 

Eigenkapitalrentabilität = 

Gewinn / Eigenkapital x 100% 

 

Gesamtkapitalrentabilität = 

Gewinn + Fremdkapitalzinsen / Gesamtkapital x 100% 

 

Die Gesamtkapitalität gibt an, wie effizient der Kapitaleinsatz eines Investitionsvorhabens2 innerhalb einer Abrechnungsperiode war. Dabei ist folgende Kennzahl sehr populär:

 

Return on Investment = 

(Gewinn / Umsatz) x (Umsatz / Gesamtkapital) 

Mit der Rentabilitätsrechnung (Return-On-Investment = ROI) kann der durchschnittlich erzielte Jahresgewinn vor Abzug der kalkulatorischen Zinsen auf das durchschnittlich eingesetzte Kapital (= Erlös – Kosten) errechnet werden.

 

 

 
 

Berechnung

   
 

Kosten/Gewinn

Variante A 

Variante B 

 

Kapitaleinsatz 

360 

400 

 

Gewinn (jährliche Gewinn-Kosten) 

27.4 

26 

 

Zins auf Durchschnittskapital 

12.6 

14 

 

Berechnung der Varianten A und B 

(27.4 + 12.6) * 100

180 

(26 + 14) * 100

200 

 

Rentabilität 

22.4 

20 

Anwendungsbereich

Wenn die Wirtschaftlichkeit anhand statischer Komponenten berechnet werden kann, wie etwa bei Anschaffungsprojekten mit klar definierbarem Erlös.

Stärken

  • Für jedermann schnell interpretierbar, wie die Rentabilität der Investition ist
  • Im Management bekannte Grösse mit der das Management gut umgehen kann
  • Klare und eindeutige Aussagen

Schwächen

  • Ist nur Einbezug des (statischen) Geldwertes
  • Allfällige Risiken werden nicht berücksichtigt
  • Technische Veränderung respektive generell der Wandel der Zeit kann nur schwer berücksichtigt werden
  • Nutzungsdauer der Investition wird nur unzureichend berücksichtigt
  • Abstützung auf Durchschnittswerte ist zu vereinfachend